Artgerechte Bienenhaltung


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Gerhard Fasolin
Artgerechte Bienenhaltung

 

Die Broschüre Artgerechte Bienenhaltung im Format DIN A5 bietet interessierten Imkerinnen und Imkern eine praxisorientierte Anleitung zum Umstellen auf Naturbau. Anfänger wie Profis werden erstaunt sein, mit wie wenig Aufwand es möglich ist, dem Wesen des Bien gemäss zu imkern und so dem Bienenvolk ein artgerechtes Dasein zu ermöglichen, ohne auf den beliebten Honig zu verzichten.

apis.ch Verlag, 20 Seiten durchgehend 4-farbig, CHF 9.–

 
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Bienendemokratie


Thomas D. Seeley
Bienendemokratie
Wie Bienen entscheiden und was wir davon lernen können

 

Professor Thomas Seeley's Buch Honeybee Democraty gibt es ab sofort auch in Deutscher Fassung.

Sobald ich es erhalten und gelesen habe, stelle ich hier meinen Eindruck dieses längst erwarteten Buches ein.

 

Lesen Sie vorerst die Zusammenfassung des englischen Buches weiter unten.

 

Verlag S. Fischer, 20. Februar 2014,Gebunden 320 Seiten,

ISBN 978-3-10-075138-6

 

 

 

 

 

 

 

 

Honeybee Democracy


 

Thomas D. Seeley

Honeybee Democracy? Bienen haben doch eine Königin!

Der Bienenforscher Thomas D. Seeley untersucht in seinem neuesten Buch den Vorgang des Schwärmens und stellt fest, dass die Bienen ihre neue Wohnung durchaus demokratisch wählen. Die Königin spielt dabei keine Rolle, wohl aber erfahrene Sammlerinnen. Akribisch hat er über Jahre Bienenschwärme untersucht und Experimente konstruiert, dazu mehrere Sommer auf einer kleinen Insel im Atlantik verbracht, und in diesem Buch beschreibt er sehr detailliert, aber allgemein verständlich und mit Humor, was genau passiert vom Moment an, wenn der Schwarm den Bienenstock verlässt, bis er eine neue Wohnung gefunden hat.

Wenn Sammlerinnen ihren Nektar nur schlecht loswerden, weil sich die Stockbienen aufs Schwärmen vorbereiten, fangen sie an, statt Nektar und Pollen geeignete Wohnungen zu suchen, in der Natur meist hohle Bäume, bei Seeley auch immer wieder verschieden präparierte Kasten. Wenn sich der Bienenschwarm dann an einem Schwarmsammelplatz besammelt, teilen sie ihren Schwestern ihre Fundstellen mittels Schwänzeltanz mit und animieren so weitere Bienen, die potenziellen Wohnungen zu untersuchen.

Finden sich dann ca. 20 Bienen gleichzeitig an einer geeigneten Stelle ein, ändern sie ihr Verhalten und veranlassen die Schwarmbienen durch Tonsignale (wie das Quaken der jungen Königinnen) dazu, ihre Flugmuskulatur aufzuwärmen. Sind alle Bienen bereit, fliegen sie auf, und die Scouts zeigen durch schnelles Durchfliegen der Schwarmwolke, in welche Richtung sie fliegen wollen, bis sie endlich am neuen Ort angekommen sind.

Seeley zieht aus dem Verhalten der Bienen sogar Schlüsse, die es einer Gruppe von Menschen erlauben soll, bessere Entscheidungen zu fällen. Als echter Naturwissenschaftler hat er sie in seiner Rolle als Vorsteher eines Departements an der Cornell University in der Praxis getestet.

Ist dieses Buch ein Muss für den Schwarmimker? Praktische Anweisungen enthält es kaum, allenfalls findet man heraus, welche Bienenbehausungen die Bienen selber bevorzugen. Wer aber mehr über die faszinierende Welt der Bienen und die Mechanik eines Bienenschwarms herausfinden möchte, wird grosse Freude dran haben.

Mathias Schenker


Vorerst nur in Englisch erhältlich

Princeton Univers. Press,November 2010, gebunden,280 Seiten,
ISBN-10:0-691-14721-3, EAN:9780691147215 CHF 49.90

Am Flugloch


Direktbestellung bei Imkereibedarf Wespi

Heinrich Storch
Am Flugloch

Heinrich Storchs Leitspruch:
«Lasst doch das Gaffen und Schnüffeln
im Heiligtum des Brutnests!
Augen offen und Hirn!
Fühlt ihm am Flugloch den Puls.»

hat bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüsst.

Das handliche Büchlein ist wirklich gut für den Insider! Und denjeningen, der es werden möchte.
Seite für Seite jede Menge Praxistipps. Auf über 60 Seiten beschreibt Heinrich Storch sehr informativ, wie man den Zustand eines Volkes erkennen kann ohne grosse Störungen zu verursachen.

Ein gesundes Volk will seine Ruhe haben, wenn seine Schaffensfreude erhalten bleiben soll. Ein Eingriff soll in der Regel erst dann erfolgen, wenn man am Flugloch erkennt, dass im Volk etwas nicht in Ordnung ist. Dieses Erkennen des inneren Zustandes der Völker am Benehmen an der Flugöffnung ist nicht immer ganz leicht, und man lernt es erst nach vielen Stunden der Beobachtung am Flugloch.

Heinrich Storch leitet anhand von Beobachtungen des Flugloches Schlüsse über die verschiedensten Geschehnisse im Bienenvolk ab. Beschrieben sind zahlreiche Beobachtungen in den jeweiligen Jahreszeiten mit den entsprechenden Erklärungen und Schlussfolgerungen. Ein echter Klassiker mit wertvollen Praxistipps.

Ca. CHF 18.50

Bildungsmöglichkeiten zum Thema Fluglochbeobachtungen finden Sie hier.

Phänomen Honigbiene


Jürgen Tautz

Phänomen Honigbiene

 

Erstaunlicher Einblick ins Bienenvolk - vom Wissenschaftler einfach erklärt. Ein Buch, auf das nicht nur die Imkerwelt gewartet hat! Aussagestarke Bilder verbunden mit spannendem Text. Der Autor macht seinem Ruf, die Wissenschaft einfach zu erklären, alle Ehre. Sowohl Imker als auch interessierte Bienen- und Naturfreunde, Lehrer und Schüler erhalten Einblick in eine äusserst komplexe Welt: Die faszinierende Dunkelheit im Bienenstock. Komplizierteste Abläufe werden in zeitgemässer Sprache einfach erklärt. Auch mit 30 Jahren intensiver Bienenerfahrung konnte ich noch nicht so viel Neues über das Phänomen Honigbiene lernen wie in diesem Buch.

 

Spektrum-Akademischer Verlag, März 2007, gebunden, 278 Seiten
ISBN: 3827418453, EAN: 9783827418456, Ca. CHF 31.-

 

Bienen gesund erhalten


Neu!

 

 

Wolfgang Ritter
Bienen gesund erhalten


17 Jahre nach seinem ersten Werk "Bienenkrankheiten" hat Dr. Wolfgang Ritter dieses gründlich überarbeitet und erweitert. So stehen nicht mehr nur die Krankheiten der Honigbienen im Vordergrund, es werden weitere, nicht weniger wichtige Faktoren wie beispielsweise Umwelt- und Haltungsbedingungen aufgezeigt.


Wie man es sich gewohnt ist, beginnt Ritter auch in diesem Buch mit der Anatomie und der Physiologie der Honigbiene, gefolgt von einem Einblick ins Bienenvolk sowie einem ausführlichen Kapitel über die Krankheitsvorbeugung.

Neu sind die schematischen Darstellungen von Krankheitssymptomen, welche oft fotografisch nicht oder nur mit extrem grossem Aufwand dargestellt werden können. Auch Arbeitsschritte werden auf einfachste Art schematisch aufgezeigt, so dass sie von jedermann verstanden werden sollten.

Das Buch enthält mehr Informationen zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Frage, wie halte ich meine Völker gesund. Viele Informationen sind nicht neu, aber sehr übersichtlich und sortiert zusammengestellt. Natürlich wurden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse eingefügt. Der erfahrene Imker bemerkt schnell, dass er sich über die farbig unterlegten Textstellen "Gut zu wissen", "Wichtig" und "Info" die wichtigsten Informationen zum jeweiligen Thema als eine Art Zusammenfassung aneignen kann.

Das Buch ist wissenschaftlich aktuell und verständlich geschrieben. Es ist bedenkenlos zu empfehlen und wird seinem Titel gerecht: Bienen gesund erhalten.
Gerhard Fasolin

Eugen
Ulmer Verlag, 2012, kartoniert, 128 Seiten, ISBN: 978-3-8001-5729-7, EAN:9783800157297, CHF 35.40

 

 

 

Wandernde Pflanzen


 

Wolf Dieter Storl
Wandernde Pflanzen

 

In den letzten Jahrzehnten haben sich verschiedene Pflanzen, wie etwa der Riesenbärenklau, die Kanadische Goldrute oder das Indische Springkraut, neu bei uns angesiedelt. Dass sie keineswegs, wie viele Menschen glauben, ein Problem darstellen, zeigt Wolf-Dieter Storl fundiert und kenntnisreich auf.

Nachdem die Eiszeiten die hiesige Vegetation praktisch ausgelöscht hatten, sind die Neophyten Teil der allmählichen Wiederbesiedlung unseres Erdteils und eine Bereicherung unserer Flora. In den Ländern, aus denen sie stammen, gelten viele von ihnen gar als wertvolle Heil-, Nutz- und Nahrungspflanzen und manche sogar als sakrale Pflanzen, die schamanisch oder rituell verwendet werden.

Diese Buch zeigt, wie wir die eingewanderten Pflanzen mit anderen Augen sehen, sie verstehen und nutzbringend anwenden können.

Eingewanderte Pflanzen sorgen für rote Köpfe und gehässige Worte. Der Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl plädiert für einen besonnenen Umgang mit dem Thema Neophyten und zeigt auf, dass Arten schon immer gekommen und auch wieder gegangen sind.

Wie Terroristen überwacht
In der Schweiz werden rund 350 erfolgreiche wild wachsende Neophyten ausgemacht: Zwanzig Arten gelten als invasiv und stehen auf der schwarzen Liste der unerwünschten Arten. Erstellt wird diese von der Schweizerischen Kommission für die Erhaltung von Wildpflanzen. An erster Stelle, die Aufrechte Ambrosie (Beifussblättriges Traubenkraut), gefolgt von dem Riesenbärenklau (Herkulesstaude), dann dem ostasiatischen Staudenknöterich, Essigbaum (HirschkolbenSumach), Götterbaum, Sommerflieder und anderen. Was wird diesen Pflanzen zur Last gelegt und warum werden Ausrottungskampagnen gegen sie inszeniert? Es heisst:
• Neophyten verdrängen einheimische Flora und bedrohen die Biodiversität. Sie rauben anderen Pflanzen Nährstoffe und Wasser.
• Sie verändern die Lebensbedingungen der einheimischen Fauna und stören das ökologische Gleichgewicht.
• Oft sind sie giftig für Menschen und Nutztiere (etwa die Herkulesstaude, die bei Menschen mit sensibler Haut schwere Verbrennungen verursachen kann, wenn diese, in Anwesenheit von Sonnenlicht, mit ihr in Berührung kommen). Oder sie erzeugen schwerwiegende gesundheitliche Schäden (etwa die Ambrosie, deren Pollen angeblich Heuschnupfen auslösen).
• Sie verteuern die landwirtschaftliche Produktion.

Verdrängen Neophyten einheimische Pflanzen?
Klar ist: Noch keine einzige einheimische Art ist durch Neophyten zum Aussterben gebracht worden. Viele Neophyten beschränken sich auf begrenzte Regionen, was ja auch Sinn macht, da sie nur dort überleben können, wo sie die geeigneten ökologischen Bedingungen vorfinden. Die meisten (65 Prozent) wachsen auf vielfach gestörten, von Maschinen geschundenen, oft verfestigten, verölten, versalzten oder verseuchten Böden in Industrielandschaften, an Stadträndern, an Bahngleisen, auf Bauland, im verlassenen Tagebau und Steinbruch. Aber auch in Forsten, Parks und Gärten, wo massive Erdbewegungen stattgefunden haben und die Umwelt stark belastet ist. Das entspricht den Lebensbedingungen in den Halbwüsten Mittelasiens oder im amerikanischen Westen, wo viele dieser Pflanzen herkommen.

Kosten und Nutzen
Von den Refugien, vor allem vom Kaukasus ausgehend, kam der erste Schub dieser Pflanzen. Mit den ersten Bauern, den Bandkeramikern aus Kleinasien, kamen die Acker(un)kräuter. Viele dieser sogenannten Archäophyten – Kornrade, Kornblume, Gauchheil und andere – stehen heute auf roten Listen vom Aussterben bedrohter Arten. Es sind aber nicht die Neophyten, welche diese Ackerflora bedrohen, sondern moderne Agrarmethoden und Herbizide.

Es wird viel von den Unkosten berichtet, welche die Neophyten verursachen. Bei genauem Hinschauen entfallen die Hauptkosten auf die Bekämpfungsmassnahmen. Wenn wir uns mit der Ethnobotanik der neuen Pflanzen beschäftigen, also wie die Eingeborenen in den Herkunftsländern mit ihnen umgehen, dann erfahren wir, dass die meisten als Nutzpflanzen, als Nahrungs- oder Heilmittel, verwendet werden.

Eine andere Sichtweise
Mein alter Freund, der Cheyenne-Medizinmann Tallbull, sagte mir einmal bezüglich der Neophyten: «Diese zugewanderten Pflanzen sind Kinder der Mutter Erde. Sie verdienen unseren Respekt. Die Natur ist weise, weiser als unser beschränkter, berechnender Verstand.» Wir sollten uns über neue Pflanzen freuen. Sie schenken den Bienen Nektar und Pollen, den Vögeln und anderen Tieren Futter und Samen und uns Menschen Heilung von Krankheiten und Freude für Aug und Herz.

 

AT Verlag, 2012, 320 Seiten, ISBN 3-03800-680-7 EAN 9783038006800, CHF 37.90

 

Bienenkrankheiten


 

Friedrich Pohl
Bienenkrankheiten

 

Varroatose, Faulbrut und andere Krankheiten sind weit verbreitet und erschweren die Imkerei. Dr. Friedrich Pohl beschreibt ausführlich die verschiedenen Krankheitssymptome und die entsprechenden Behandlungsschritte, welche für eine Gesunderhaltung unserer Honigbienen notwendig sind. Dabei greift er zu jedem Behandlungsschritt auf Zeichnungen zurück, damit werden diese nachvollziehbar erklärt. Er gibt den Lesern auch Anleitung, wie gewisse Krankheiten unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Tipps, die wohl die wenigsten Imker anwenden werden.Dem Anfänger erschliesst sich im ersten Moment nicht, was beispielsweise Weisellosigkeit oder etwa Unterkühlung mit Bienenkrankheiten zu tun haben. Pohl geht hier weit über den Buchtitel "Bienenkrankheiten" hinaus und widmet den wichtigsten Bienenschädlingen ein ganzes Kapitel.Das Buch ist nicht mehr ganz auf aktuellem Stand, man kann gespannt auf eine Neuauflage warten. Da ist zu hoffen, das die Schreibfehler im ersten Teil des Buches verschwunden sein werden.
Gerhard Fasolin


Kosmos, 2005, 187 Seiten, ISBN: 3-440-10407-9, EAN: 9783440104071, CHF 39.90